Stand 2023
Im Modell entfallen rund 23 % der Pkw-Ausfahrten auf die Ankünfte
Wie viel des Autobahnverkehrs geht auf den Tourismus?
Daten: Boden und Verkehr
- 32.981
- Pkw-Ausfahrten an einem mittleren Tag, ohne Mautstelle Brenner
- 2023 · ASTAT
- 23.140
- Touristenankünfte an einem mittleren Tag
- 2023 · ASTAT
- 33
- zusätzliche Pkw-Ausfahrten je 100 Ankünfte, Schätzgerade
- 2023 · ASTAT
- 0,88
- Korrelation der beiden Tagesreihen über 365 Tage (r)
- 2023 · ASTAT
Pkw-Ausfahrten je Tag nach Touristenankünften, Schätzgerade 2023
Die Gerade aus Tab. 4 der ASTAT-Auswertung, gestrichelt, wo 2023 kein Tag lag. Die Klammer zeigt, was das Modell an einem mittleren Tag den Ankünften zuschreibt.
- ASTAT veröffentlicht die 365 Tageswerte nur als Grafik, deshalb ist nur die Gerade gezeigt.
- Gezählt sind ausfahrende Pkw und Krafträder (Mautklasse A), ohne die Mautstelle Brenner.
Rechenweg
- Anteil der Ankünfte im Modell, Jahresmittel
- (32.981 − 25.237) ÷ 32.981 × 100 = 23,5 %
- Anstieg vom schwächsten zum mittleren Ankunftstag
- (32.981 − 25.237) ÷ 23.140 × (23.140 − 3.242) ÷ 32.981 × 100 = 20,2 %
- Schwächster Ankunftstag unter dem Tagesmittel, gemessen
- (32.981 − 24.738) ÷ 32.981 × 100 = 25,0 %
QuelleASTAT A22-Verkehr · Eigene Berechnung · 2023
Der Befund und seine Grenze
Der Befund und wie belastbar er ist
Der Befund
Der Anteil ist der Abstand zwischen dem Modellwert bei null Ankünften und dem Tagesmittel, die Klammer in Abb. 1. Einen Tag ohne Ankünfte gab es 2023 nicht; die Gerade ist bis null Ankünfte nur verlängert. Vom schwächsten zum mittleren Ankunftstag steigen die Ausfahrten im Modell um rund 20 % des Tagesmittels.
Für die übrigen Fahrzeugklassen findet ASTAT «keine eindeutige Korrelation». Alle Werte sind dort negativ, am stärksten bei der schwersten Klasse mit −0,53.
Wie belastbar
Kalender. ASTAT rechnet ohne Bereinigung um Wochentag und Saison. Ankünfte und Pkw-Ausfahrten sind von Montag bis Donnerstag eher niedrig und steigen von Freitag bis Sonntag; die schwersten Fahrzeuge fahren vorwiegend werktags. In den Ausfahrten steckt auch der Verkehr der Einheimischen, den die Zählung nicht trennt. Wie viel der Korrelation der Kalender ist, lässt sich nicht bestimmen. Eine Ursache belegt sie nicht. Folgt der Verkehr der Einheimischen demselben Rhythmus, sind beide Anteile zu hoch.
Null Ankünfte. Der Modellwert bei null Ankünften ist keine Prognose für ein Südtirol ohne Gäste. Am schwächsten Ankunftstag fuhren 24.738 Pkw aus, weniger als das Modell selbst bei null Ankünften ansetzt. Gemessen lag dieser Tag 25 % unter dem Tagesmittel.
Zeitfenster. In den drei Winterhochsaisonwochen steigt r auf 0,95, in den Wochen Ende Mai bis Anfang Juni, mit Pfingsten und dem Feiertag am 2. Juni, fällt es auf 0,59. Auf dem Trentiner Abschnitt liegt r bei 0,66 und die Steigung bei 21 Pkw je 100 Ankünfte. Dort zählt ASTAT alle Mautstellen, in Südtirol ohne den Brenner; streng vergleichbar sind die Abschnitte nicht.
Alle Quellen verzeichnet das Register.
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